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Methodenmuster

Die Methodenmuster versuchen, zwei Aspekten gerecht zu werden: Zum einen bieten sie eine formale Vorlage, die methodisch einen diskursiven Ansatz im Fokus hat. In den Unterrichts­einheiten finden sich nämlich immer auch Beispiele dafür, wie wir dieses Methoden­muster mit Inhalt gefüllt haben. Zum anderen laden die Methoden­muster dazu ein, das formale Gerüst in anderen Fach­kontexten weiter­zu­entwickeln und neu zu gestalten. Gerne können Sie mit uns darüber in Austausch treten.

Reporter:innenspiel

Oder: Ich kenn‘ da wen …

Im Reporter:innenspiel geht es im Wesentlichen darum, mit anderen über deren sowie den eigenen Lebensstil ins Gespräch zu kommen. Mithilfe eines umfangreichen Fragebogens werden verschiedene Aspekte des Alltags in den Blick genommen, deren Beantwortung zu Prozessen der (Selbst-)Reflexion führt und beispielsweise den Zusammenhang zwischen (fehlender) Nachhaltigkeit und (eigenen) Konsumentscheidungen und Lebensweisen analysiert. Die Schüler:innen ermitteln und beurteilen dabei die Hintergründe, Formen und Auswirkungen des eigenen Lebensstils und des Lebensstils anderer im Gespräch und bekommen durch die Vielzahl an hintereinander geschalteten Dialogen die Möglichkeit, „role models“ oder Handlungsalternativen kennenzulernen.

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  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: ca. 45 Min.
  • Sozialform: wechselnde Eins-zu-Eins-Gespräche, Reflexion im Plenum

Faktencheck

Die Unterrichtsmethode beschäftigt sich mit der Notwendigkeit, Aussagen nach ihrem Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Schüler:innen lernen, diese einzuordnen und kritisch zu beurteilen. Die Methode „Faktencheck“ stellt vor, wie Schüler:innen einen Faktencheck kooperativ und materialgestützt selbst durchzuführen können. Als Teil einer Redaktion lernen sie, dass ein Faktencheck Teil jeder journalistischen Recherche ist; sie prüfen an ausgewählten Beispielen selbst den Wahrheitsgehalt von Aussagen nach und entwickeln ggf. argumentative Gegenstrategien.

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  • Gruppengröße: beliebig
  • Zeitbedarf: mind. 60 Min.
  • Sozialform: Gruppenarbeit, zum Teil Einzelarbeit

Talkshow (gebundenes Rollenspiel)

Oder: Unser heutiges Thema ist …

Im Spiel mehrere Perspektiven zu beleuchten und sich mit unterschiedlichen Argumentationssträngen – auch der Gegenseite – konfrontiert zu sehen, dabei aber weiterhin die eigene Position mit all ihren Konsequenzen zu artikulieren, stellt die besondere Herausforderung, aber auch die Chance des gebundenen Rollenspiels in Form einer Talkshow dar. Schüler:innen soll bewusst werden, dass Sprache ein zentrales Werkzeug ist, um die jeweilige Perspektive argumentativ geltend zu machen. In den verhandelten Konfliktfeldern im Kontext von BNE lassen sich auch globale Zusammenhänge ausarbeiten. Dabei übernehmen Schüler:innen auch Rollen, die nicht der persönlichen Meinung entsprechen, und setzen sich mit Leitbildern und Denkmustern auseinander, mit denen sie womöglich nicht vertraut sind. So werden die Schüler:innen angeregt, auf ganz unterschiedliche Positionierungen angemessen reagieren zu können. Dafür ist eine vorausschauende Planung der Argumentationsschritte zentral.

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  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: kann über Anzahl der Aussagen individuell gesteuert werden
  • Sozialform: Einzelarbeit, Reflexion im Plenum

Speed-Dating

Oder: Bring deine Antwort auf den Punkt!

In der Methode „Speed-Dating“ geht es im Wesentlichen darum, mit anderen über eine spezielle Fragestellung ins Gespräch zu kommen. Ausgehend von den Fragen der Lehrperson werden verschiedene Aspekte eines Themas in den Blick genommen, deren Aushandlung unter Zeitdruck einen erhöhten Anspruch an die kommunikativen und argumentativen Fähigkeiten der Schüler:innen stellt. Aufgrund der schnell hintereinander erfolgenden Dialoge bekommen die Schüler:innen die Möglichkeit mit einer größeren Zahl an Mitschüler:innen in Kontakt zu kommen; sie lernen auf diese Weise unterschiedliche Perspektiven, Zugänge, Positionen und Argumentationen kennen.

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  • Gruppengröße: mind. 8
  • Zeitbedarf: mind. 20 Min. (je nach Anzahl und Art der Fragen)
  • Sozialform: Einzel- und Partnerarbeit, Reflexion im Plenum

Positionsspiel

Oder: Wie stehst du eigentlich zu …?

Im „Positionsspiel“ bekommen die Schüler:innen kontrovers diskutierbare Fragen, bei deren Beantwortung sie sich entlang einer Positionslinie im Raum aufstellen und damit ihre Position verdeutlichen. Im Gespräch über unterschiedliche Positionierungen der einzelnen Schüler:innen werden unterschiedliche Wertvorstellungen und Weltbilder verhandelt und miteinander abgeglichen. Dabei ermöglicht die Methode nicht nur den argumentativen Austausch, sondern bietet in der körperlichen Verortung in Relation zur Gruppe auch die Möglichkeit zu einem physisch-emotionalen Zugang.

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  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: kann über Anzahl der Aussagen individuell gesteuert werden
  • Sozialform: Einzelarbeit, Reflexion im Plenum

Gruppenpuzzle als Expert:in­nen­gespräch

Oder: Viele Teile ergeben ein Ganzes

Im von Expert:innen geleiteten Gruppenpuzzle erleben sich Schüler:innen als selbstwirksam. Sie arbeiten gemeinsam am inhaltlichen Verständnis der jeweils relevanten Sachgegenstände. Dabei stärkt die Methode nicht nur die kooperative Zusammenarbeit, sondern zeigt auch die inhaltliche Vielfalt eines Themenbereichs auf.

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  • Gruppengröße: beliebig
  • Zeitbedarf: je nach Themengröße ca. 45-90 Min.
  • Sozialform: kooperativ