Perspektiven wechseln

Die Komplexität der globalen Phänomene stellt uns vor Wahrnehmungsprobleme: Aus unserer eigenen Perspektive können wir sie nicht oder nicht umfassend erkennen. Dazu kommt: Je privilegierter wir sind, umso eingeschränkter ist die Wahrnehmungsfähigkeit und Anerkennung von weniger privilegierten und im Diskurs unterrepräsentierten Perspektiven. Der Austausch über unterschiedliche Sichtweisen ist also notwendig, um ein möglichst ganzheitliches Bild von der Welt und unserer Rolle darin zu bekommen.

Diese Zusammenschau ist allerdings kein Automatismus. Sie erfordert von den Teilnehmenden ein hohes Maß an Diskursfähigkeit und ist gerade bei der Verhandlung normativer ethischer Konzepte wie der Nachhaltigkeit grundlegend. Die hier gesammelten Unterrichtsmaterialien fördern die Fähigkeit der Kinder und Jugendlichen, sich in andere Perspektiven einzudenken und zu versuchen, die Perspektive Anderer – aus anderen Teilen der Erde, anderen Generationen, womöglich auch anderen Spezies – einnehmen zu können und dies überhaupt zu wollen.

„Plastian, der kleine Fisch“

Plastikmüll er- und auflesen

Anhand des Kinderbuches „Plastian“ lernen die Schüler:innen das Thema „Umweltverschmutzung durch Plastikmüll“ kennen. Das Textverständnis wird visuell durch Bilder und Bildkarten unterstützt. Am Ende der UE lernen die Schüler:innen eine konkrete Handlungsmöglichkeit zur Reduzierung von Plastikmüll kennen und werden zur Selbsttätigkeit angeregt, indem sie gemeinsam in der Lerngruppe leere Joghurtbecher bzw. Plastikflaschen zu Blumentöpfen „upcyceln“.

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  • Fach: Deutsch
  • Schulart/Jahrgangsstufe: Grundschule, Förderschule/ ab 3. Jahrgangsstufe
  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: mind. 20 Min.

Sprachforscher:innen #1

Wie wir über Menschen und Tiere sprechen

Im Rahmen einer matching activity lernen die Schüler:innen Facetten der Beziehung der Menschen zu den Tieren kennen. Sie kommunizieren über die Ausmaße menschlicher Aktivität auf globaler und lokaler Ebene. Sie reflektieren die sprachliche Bezeichnung von Tieren und diskutieren darüber, welche Wertzuschreibungen den sprachlichen Äußerungen zugrunde liegen. Die Schüler:innen reflektieren den erkennbaren Anthropozentrismus und denken über die menschliche Vormachtstellung nach.

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  • Fach: Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Kunst, Ethik, Biologie
  • Schulart/Jahrgangsstufe: alle
  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: 60 Min.

Overview-Bilder

Gesprächsanlässe über globale menschliche Aktivität

Bei der Betrachtung von sog. Overview-Bildern – also Luft- oder Satellitenaufnahmen von der Erde – raten die Schüler:innen, was sie genau sehen. Im gemeinsamen Austausch mit der Gruppe versuchen sie, den übergeordneten Zusammenhang der Bilder zu erschließen: die Veränderungen der Erdoberfläche, die weltweit durch menschliche Aktivität hervorgerufen wurden.

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  • Fach: Deutsch, Fremdsprachen, Ethik, Religion, Biologie, Geographie
  • Schulart/Jahrgangsstufe: alle
  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: 45 Min.

Sprachforscher:innen #2

Das Sprechen über das Verhältnis der Menschen zu den Tieren in literarischen Texten am Beispiel von E.B. Whites „Wilbur und Charlotte“

In dieser Unterrichtseinheit untersuchen die Schüler:innen die Art und Weise, wie Kinder und Erwachsene im literarischen Text „Wilbur und Charlotte“ von E.B. White über Tiere sprechen – im konkreten Fall geht es um ein Ferkel. Im gemeinsamen Austausch über die konkreten Äußerungen im Text erarbeiten die Schüler:innen die Werthaltungen, die (möglicherweise) hinter den Äußerungen stecken, reflektieren diese und suchen ggf. nach Ausdrucksweisen, die den eigenen Wertvorstellungen entsprechen. Die Schüler:innen erleben dabei eine perspektivische Brechung – auch was den allgemeinen Sprachgebrauch anbelangt.

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  • Fach: Deutsch, Fremdsprachen, Ethik, Religion, Biologie
  • Schulart/Jahrgangsstufe: alle
  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: 60 Min.