Wertvorstellungen verhandeln

Die Diskussion um eine nachhaltige Zukunft wird von verschiedensten Stimmen mit unterschiedlichsten Interessen begleitet. Zwar gilt Nachhaltigkeit heute in allen Bereichen der Gesellschaft als relevante Größe. Die Verständigung über die konkret geltenden Werte erfordert von den Teilnehmenden jedoch ein hohes Maß an Diskursfähigkeit und die Weiterentwicklung von Wertreflexionskompetenz. Sie bietet die Möglichkeit zur Positionierung, ohne zu vereinnahmen. Dies ist gerade bei der Verhandlung normativer ethischer Konzepte wie der Nachhaltigkeit unabdingbar. Darum fördern die hier gesammelten Unterrichtsmaterialien die Fähigkeit aller am Diskurs Beteiligten, sich in andere Perspektiven einzudenken und zu versuchen, die jeweiligen Motive des Handelns und Entscheidens zu verstehen. Dazu bedarf es didaktisch betrachtet einer reflektierten Haltung der Lehrperson sowie besonders geeigneter Materialien und Methoden.

„Containern: Zwischen Moral und illegal!“

Eine thesengeleitete Rollendiskussion

Inhalt der Unterrichtseinheit ist die kontrovers diskutierte Praxis des Containerns von entsorgten, aber noch nicht verdorbenen Lebensmitteln. Anhand eines konkreten Rechtsstreits wird das Thema diskursiv behandelt; die Argumentationen werden in einer fiktiven Gerichtsverhandlung als thesengeleitete Rollendiskussion vertieft. Durch die anschließende Erstellung eines Mülltagebuchs erkennen die Schüler:innen, dass Lebensmittelverschwendung ein systemisches Problem ist, in dessen Kontext auch sie selbst eine Rolle spielen und in Form von Konsumentscheidungen einen Beitrag zur Verringerung der Problematik leisten können.

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  • Fach: Sozialkunde, Politik und Gesellschaft, Ethik, Religionslehre, Deutsch, Wirtschaft und Recht
  • Schulart/Jahrgangsstufe: Gymnasium, Realschule, berufliche Schulen/ ab 9. Jahrgangsstufe
  • Gruppengröße: mind. 4
  • Zeitbedarf: mind. 90 Min.

„Regional und saisonal“

Produkte für einen nachhaltigen Warenkorb

In der Unterrichtseinheit reflektieren die Schüler:innen das eigene Konsumverhalten im Hinblick auf eine nachhaltige und gesundheitsbewusste Lebensweise. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf regionalen und saisonalen Produkten. Mittels eines diskursiven Zugangs erkunden die Schüler:innen die verschiedenen Produktionsweisen der Lebensmittel und reflektieren, was ökologische und regionale Produktion bedeuten und wie werbewirksam mit der Herkunft landwirtschaftlicher Produkte und der Kennzeichnung als „Bio“-Lebensmittel umgegangen wird. Als Entscheidungshilfe für den Kauf von Lebensmitteln soll den Schüler:innen der Leitsatz „Wenn nicht regional, dann wenigstens saisonal – bezogen auf Deutschland“ mitgegeben werden. Gemeinsam entdecken sie lebensweltnahe Handlungsmöglichkeiten, an denen sie sich bei ihren alltäglichen Konsumentscheidungen orientieren können.

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  • Fach: Deutsch, Ethik, Religion
  • Schulart/Jahrgangsstufe: Grundschule, Förderschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium/ ab 5. Jahrgangsstufe
  • Gruppengröße: unbegrenzt
  • Zeitbedarf: 90 Min.

Klimakonferenz 2015

Ein Planspiel

Der Klimawandel ist das epochale Schlüsselproblem unserer Zeit. Die notwendigen Maßnahmen, um seine Effekte zu verringern bzw. Gesellschaften gegen seine Folgen resilienter zu machen, sind dabei nach wie vor im Mittelpunkt nationaler und internationaler Verhandlungen. Um die Herausforderungen im Verhandlungsprozess besser nachvollziehen zu können, simulieren die Schüler:innen im Rahmen eines Planspiels exemplarisch die Weltklimakonferenz von Paris 2015 und erfahren diskursiv und handlungsorientiert die kontroversen Perspektiven. Mithilfe des Methodenmusters Planspiel kann diese Unterrichtseinheit aber auch schnell auf aktuelle Klimakonferenzen übertragen werden.

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  • Fach: Geographie
  • Schulart/Jahrgangsstufe: Gymnasium/ 10. Jahrgangsstufe
  • Gruppengröße: mind. 7
  • Zeitbedarf: mind. 90 Min.